078 668 78 75 Kinderträume GmbH Facebook


Spielgruppe Info

Spielgruppe Information

"Hilf mir, es selbst zu tun. Zeige mir, wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es allein tun. Hab Geduld meine Wege zu begreifen. Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir Fehler und Anstrengung zu, denn daraus kann ich lernen."
Maria Montessori

Spielgruppe:

In einer Spielgruppe treffen sich Kinder im Alter ab ca. 3 Jahren bis zum Kindergarteneintritt ein- bis dreimal wöchentlich zum freien Spielen, Bewegen, Werken, Singen, Geschichtenhören, Gestalten und Experimentieren. Spielgruppen sind fortlaufende, konstante Gruppen mit maximal 10 Kindern, die von ausgebildeten Spielgruppenleiterinnen und -leitern durchgeführt werden. Die Spielgruppe versteht sich als frühkindliches Bildungsangebot, in dessen Zentrum vor allem das Spiel und die gemeinsamen Erfahrungen der Kinder steht. Das Kind hat Zeit, sich von seinen engsten Bezugspersonen zu lösen. Es baut soziale Kontakte mit Gleichaltrigen auf und lernt, sich in einer Gruppe zu bewegen. Eltern erleben die Spielgruppe als sanften Einstieg in den künftigen Kita- oder Kindergartenalltag ihres Kindes. Die Spielgruppe ermöglicht Eltern regelmässige, stundenweise Freiräume ohne Betreuungsaufgaben.

Warum gibt es Spielgruppen?

Die Spielgruppe ist ein pädagogisches Angebot, das hauptsächlich fünf Ziele verfolgt:

  • Sie fördert den Entdeckungs-, Bewegungs- und Tätigkeitsdrang der Kinder.
  • Sie ist ein soziales Lernfeld für die Kinder.
  • Sie fördert die sprachliche und soziale Integration von Kindern aus benachteiligten Familien.
  • Sie unterstützt den für die Persönlichkeitsentwicklung wichtigen Ablösungsprozess der Kinder von den elterlichen Bezugspersonen und fördert damit die Selbstständigkeit.
  • Sie fördert den Kontakt- und Erfahrungsaustausch unter den Eltern.

Spielgruppen verstehen sich als ganzheitliche Lern- und Bildungsangebote für Kinder im Vorschulalter. Für das Vorschulkind steht das Spiel im Zentrum seines Lebens. Daher ist Spielen das zentrale Bildungsmittel in dieser Lebensphase: Spielend lernt es sich und seine Umgebung kennen, dabei macht es ständig neue Erfahrungen. Das kleine Kind bildet sich so selbst, in der Auseinandersetzung mit seiner Umwelt. In der Spielgruppe wird gespielt, gesungen, musiziert, mit verschiedensten Materialien gebastelt und gewerkt, geturnt, getobt, es werden Geschichten erzählt und die Umwelt erforscht. Im Zentrum stehen das lustvolle Erproben, das gemeinsame Tun und das spielerische Erleben. Einerseits regen sich die Kinder gegenseitig an, andererseits erhalten sie durch die Spielgruppenleiterinnen und -leiter Impulse, die sich auf ihre Themen und Interessen beziehen. Spielgruppen sind für die Kinder ein wichtiges soziales Erfahrungsfeld. In der Gruppe lernen sie sich und ihre Umwelt kennen, und der konstante Rahmen begünstigt die Entwicklung von Freundschaften mit etwa Gleichaltrigen. Die Kinder lernen, ihren eigenen Platz in einer Gruppe zu finden, sich zu behaupten und Rücksicht zu nehmen, sich und andere mit Stärken und Schwächen zu akzeptieren, einander zu helfen, aber auch Konflikte auszutragen und wieder Frieden zu schliessen. Durch Beziehungen zu anderen Kindern, aber auch zu Erwachsenen ausserhalb der Familie, unterstützt die Spielgruppe die Ablösung der Kinder von ihren Bezugspersonen. Dieser Prozess ist wichtig für die kindliche Persönlichkeitsentwicklung. In einem vertrauten, überschaubaren Rahmen entwickeln die Kinder ein Stück Selbstständigkeit, das sie auch auf den Übertritt in den Kindergarten vorbereitet.

Die Spielgruppe fördert – ähnlich wie Kitas, aber auch andere Gruppenangebote – die Integration von Kindern aus verschiedenen sozialen Schichten und Herkunftsländern und leistet auch deshalb wichtige Präventionsarbeit. Fremdsprachige Kinder lernen auf spielerische Art Deutsch. Kinder, die zu Hause wenig Anregung erhalten, werden altersgerecht und in ihren persönlichen Interessen gefördert. Je nach Möglichkeiten der Spielgruppenleiterinnen und -leiter bzw. nach Art der Behinderung / Krankheit integrieren Spielgruppen auch behinderte und kranke Kinder und fördern damit das gegenseitige Verständnis. Inhaltliche Schwerpunkte in Spielgruppen können auch Bewegung oder Kreativität sein.

Spielgruppen sind aber auch Anknüpfungspunkte für Kontakte und Erfahrungsaustausch zwischen den Eltern: Durch das regelmässige Bringen und Abholen ihrer Kinder, durch Freundschaften zwischen den Kindern sowie durch Elternabende lernen Eltern andere Eltern aus dem Quartier kennen. In verschiedenen Spielgruppen wirken Eltern im Turnus aktiv in der Betreuung mit – die Elternmitwirkung ist ein wichtiger Bestandteil des Spielgruppen-Konzepts. Damit fördert die Spielgruppe den Aufbau von sozialen Netzen, die wiederum den Boden bilden für gegenseitige Unterstützung bzw. Nachbarschaftshilfe im Alltag.